Kostenfreie und anonyme Beratung zum Blickwechsel-Training

Haben Sie Fragen zum Blickwechsel-Training oder möchten Sie jemanden zuweisen? Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern und anonym, wenn Sie mögen.

 

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Das Blickwechsel-Training 2017/2018

Projektzeitraum: 01.04.2017 bis 31.12.2018

Im Jahr 2017 wurden die strukturellen Grundlagen für das Projekt gelegt und erste Fälle wurden begonnen.

 

In der Weiterführung des Projekts im Jahr 2018 werden Blickwechsel-Trainings angeboten und durchgeführt, aber auch weiterhin zuweisende Stellen beraten, informiert und geschult. Das Projekt richtet sich somit an 2 Zielgruppen: an junge Menschen, die Radikalisierungs-tendenzen zeigen, die auf innerpsychische und interpersonelle Ursachen zurückzuführen sind und an zuweisende Stellen und Personen, die mit ebendiesen jungen Menschen zu tun haben. Das Projekt ist damit im Bereich der sekundären und tertiären Prävention angesiedelt.

 

Teile des Projektes #17 (Qualifizierungsmaßnahmen zur Radikalisierungsprävention für Multiplikator(inn)en) welches in 2018 nicht erneut beantragt wird, aber sehr erfolgreich war, gehen hierin gleichsam auf. 

 

Blickwechsel-Training:

Blickwechsel ist ein psychodynamisch fundiertes, indikativ-manualisiertes Einzeltraining mit dem Ziel der Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung. Es hat einen Umfang von 40 Einzelsitzungen, und wird über 6-8 Monate ein bis dreimal pro Woche durchgeführt. Mit Hilfe einer pädagogischen Interaktionsdiagnostik werden relevante Defizite in den Funktionen der Selbst- und Beziehungsregulation erkannt und gezielt fortentwickelt, um so Radikalisierungstendenzen frühzeitig entgegen zu wirken oder eine Deradikalisierung zu ermöglichen.

 

Zielgruppe für das Blickwechsel-Training sind junge Menschen ab 13 Jahren, die sich aufgrund von (Identitäts-)Entwicklungsstörungen radikalen Weltsichten und/oder radikalen Gruppierungen zuwenden. Außerdem werden diejenigen jungen Menschen angesprochen, bei denen bestimmte „psychische Dispositionen“ vorliegen, die als Risikofaktoren für eine Radikalisierung gelten.

 

Blickwechsel wird als ambulantes oder stationäres Programm (in Haft) eingesetzt. Die Zuweisungen kommen von allen öffentlichen und privaten Einrichtungen in Berlin: v.a. Jugendbewährungshilfe, Jugendgerichtshilfen, Justizvollzugsanstalten, Sicherheitsbehörden, freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe, Vereine, Projekte, Moscheeverbände und Schulen können Teilnehmer(innen) für das Training melden.

 

Im Jahr 2018 werden außerdem mehr Denkzeit-Trainer(innen) für das Blickwechsel-Training geschult werden, um die Trainings ohne zeitliche Verzögerung anbieten zu können.

 

Mehr zu den Grundlagen des Blickwechsel-Trainings erfahren Sie hier.

 

 

           gefördert durch die Landeskommission Berlin gegen Gewalt

Denkzeit-Gesellschaft e.V.

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